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Heimathaus

Das sogenannte Heimathaus besitzt die klassische Bauform der niedersächsischen Bauernhäuser.

Als dreischiffiges Hallenhaus mit Mitteldiele, beidseitigen Viehställen und Viehboxen entstand es 1830 auf dem Hof Üllerk, in der Großen Straße 7-9 in Scheeßel. 1913 versetzte es der Heimatverein an seinen jetzigen Standort. Dafür hatte die Gemeinde Scheeßel dieses Grundstück zur Verfügung gestellt. Am 23. August 1913 fand mit zahlreichen Ehrengästen die Einweihung des wiedererrichteten Hauses statt.

Im Heimathaus wird das Leben in einem Rauchhaus mit offener Feuerstelle im Flett gezeigt. Dafür wurde der zwischenzeitlich eingebaute Schornstein wieder zurückgebaut. Durch den stirnseitigen Haupteingang, die Grootdör, konnten die Ackerwagen direkt auf die Diele fahren. Dort standen rechts und links die Pferde und Kühe. Die Bewohner benutzen vorrangig die Seitentüren, die Blangendören.

Das Haus hat auch an seinem jetzigen Standort eine wechselvolle Geschichte. Mehrfach wurde es als Notunterkunft genutzt, ehe es seit 1955 wieder als Museum zur Verfügung stand. In den Stallungen und auf dem Dachboden gibt es Dauerausstellungen zu naturkundlichen Themen sowie zur Orts- und Trachtengeschichte.

Von 1965 bis 1972 entstanden rund um das Heimathaus fünf Nebengebäude. Sie stellen exemplarisch die regionale Wohn- und Sachkultur zum ländlichen Leben und Arbeiten in der nördlichen Lüneburger Heide im 19. und frühen 20. Jahrhundert dar.

House of local history

The so-called house of local history follows the classic design of Lower Saxony’s farmhouses.

It was built in 1830 on the Üllerk farm at Große Straße 7-9 in Scheeßel as a three-aisled hall house with a central hallway, cattle stalls and cattle boxes on both sides and was moved to its present location in 1913. The municipality of Scheeßel has made this land available for this purpose. The rebuilt house was officially opened on 23rd August 1913 with numerous guests of honour attending.

The house of local history shows what life in a smoke house with an open fireplace and the fieldstone surrounding it (Flett) would have looked like. For this purpose, the chimney, which had been installed in the meantime, was removed again. The farm wagons could drive directly into the hall through the main entrance at the front of the building, called the Grootdör. Horses and cows would have stood to the right and to the left. The side doors, called the Blangendören, were used by the residents.

The house also has a varied history at its current location. Several times it was used as emergency shelter before it was showcased as a museum again from 1955. Both in the stables and in the attic there are permanent exhibitions on natural history topics as well as on local and traditional costume history.

Between the years of 1965 and 1972, five outbuildings were built around the house of local history to exemplify the regional living and material culture for rural life and work in the northern Lüneburg Heath in the 19th and early 20th centuries.

Heimathuus

Dat Heimathuus is so opboot, as dat bi neddersassische Buernhüüs begäng is.

Dat Hallenhuus hett dree Siedenscheep, en Middeldeel un an beiden Sieden Veehställ un Veehhocken. In’t Johr 1830 is dat op den Hoff Üllerks in Scheeßel in de Grote Straat opboot worrn. 1913 hebbt se dat an düsse Steed hier bröcht. Dat Grundstück dorför hett de Gemeend geven. Vele Ehrengäst weren dor mit bi, as se dat nee opsette Huus an’n 23. August 1913 inweiht hebbt.

In dat Heimathuus kann een sik dat Leven in en Rookhuus ankieken, mit de apen Füersteed in’t Flett. Dorför hebbt se den Schosteen wedder daalnahmen, den se dor in de Twüschentiet inboot harrn. Vörn an een vun de smallen Huussieden is de Grootdöör, hier kunn de Ackerwagen dör un glieks op de Deel fohren. Links un rechts stünnen de Peer un de Kah. Dör de Blangendören sünd de Lüüd, de dor wahnt hebbt, in dat Huus rin un rut gahn.

Ok dor, woneem dat Huus nu steiht, hett dat veel beleevt. En poor mal is dat en Nootquarteer ween. Eerst 1955 is dor wedder en Museum vun worrn. Wo dat Veeh weer un op den Böhn warrt duerhaft Utstellungen wiest. Dor dreiht sik allens üm de Natur, üm de Geschicht vun Scheeßel un üm Drachten.

Vun 1965 bet 1972 sünd rund üm dat Heimathuus fief Blangenhüüs opstellt worrn. Se staht as Bispeel för dat Wahnen un för Warktüüch un Gerätschaften, de dat Leven un Arbeiden op’t Land bestimmt hebbt – in de nöördliche Lüünborger Heid in dat 19. un dat fröhe 20. Johrhunnert.

Heimathaus
Zevener Straße 18
27383 Scheeßel

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